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Blog monetarisieren

Wir haben 160 Domains eines Backlink-Marktplatzes gegen ihren Preis gerechnet. Das Ergebnis: Domain Rating erklärt 0,7 Prozent der Preisunterschiede, der geschätzte Traffic fast alles. Rechnen Sie nach, was ein Gastbeitrag auf Ihrer Seite am Markt wert ist.

160 Domains Stichprobe aus einem Katalog mit rund 1.000 Angeboten, 90 bis 3.585 Euro
0,08 DR zu Preis Domain Rating erklärt 0,7 Prozent der Preisvarianz
0,51 Traffic zu Preis Der geschätzte Traffic trägt den Preis nahezu allein

Preisrechner

Was ein Gastbeitrag auf Ihrer Seite kostet

Die Formel stammt aus der Auswertung: 110 € × Traffic0,185, multipliziert mit dem Aufschlag Ihrer Kategorie. Sie liefert die Referenzlinie des Marktes, nicht Ihren Verhandlungspreis.

Der Wert, den Käufer vor sich haben. Nicht Ihre Analytics-Zahl.

Wie viele Platzierungen Sie ohne Schaden am eigenen Blog vertreten.

Ihnen liegt ein Angebot vor? Prüfen Sie es gegen die Referenzlinie.

Erwarteter Marktpreis je Beitrag

687 €

pro Platzierung, bei 2 Beiträgen im Monat

Die mittleren zwei Drittel der Angebote liegen zwischen 447 € und 1.065 €. Bei gleichem Traffic schwankt der Preis am Markt um den Faktor drei bis vier.

Direktverkauf, 12 Monate16.492 €
Über Marktplatz, nach 15 % Provision14.018 €

Grundlage: 160 von rund 1.000 Domains eines Backlink-Marktplatzes, Stand August 2026. Kennzahlen von Ahrefs, Preise wie im Katalog ausgewiesen, jeweils Gastbeitrag. Die Provision von 15 Prozent ist ein Mittelwert gängiger Marktplätze; die Spanne reicht von rund 5 bis 40 Prozent.

Domain Rating erklärt weniger als ein Prozent der Preise

Ein Backlink-Marktplatz listet rund 1.000 Domains mit drei Ahrefs-Kennzahlen und einem Preis: Domain Rating, verweisende Domains, geschätzter monatlicher Traffic. Wir haben eine Stichprobe von 160 Einträgen gegen den Preis gerechnet, quer über alle Preisklassen von 90 bis 3.585 Euro.

Domain Rating allein erklärt 0,7 Prozent der Preisvarianz. Die Preisklasse 300 bis 600 Euro hat einen Median-DR von 61, die Klasse 1.000 bis 1.800 Euro einen von 64. Drei DR-Punkte trennen Angebote, zwischen denen 700 Euro liegen.

Das ist die praktische Konsequenz für Betreiber: Wer sein Domain Rating durch Verzeichniseinträge und Linktausch nach oben schiebt, verkauft danach zum selben Preis. Wer Leser gewinnt, verkauft teurer. Welche Signale dabei überhaupt tragen, behandelt unser Beitrag zum Backlink-Aufbau im Detail.

Die Formel

Preis ≈ 110 € × Traffic^0,185

Der Median-Treffer liegt bei 0,98. Als Kopfrechnung: 10.000 Traffic kosten rund 600 Euro, jede Verzehnfachung des Traffics kostet das Anderthalbfache.

Preis eines Gastbeitrags nach monatlichem Traffic Der erwartete Preis steigt von 320 Euro bei 300 Besuchern auf 1.420 Euro bei einer Million Besuchern. Die mittleren zwei Drittel der Angebote liegen deutlich breiter gestreut um diese Linie. 0 € 600 € 1.200 € 1.800 € 2.400 € 300 1.000 3.000 10 Tsd. 30 Tsd. 100 Tsd. 300 Tsd. 1 Mio. Monatlicher Traffic (logarithmisch)
Erwarteter Preis nach Formel Mittlere zwei Drittel der tatsächlichen Angebote
Monatlicher Traffic Erwarteter Preis Mittlere zwei Drittel
300 320 € 210 – 510 €
1.000 390 € 260 – 630 €
3.000 480 € 310 – 770 €
10.000 600 € 390 – 970 €
30.000 740 € 480 – 1.190 €
100.000 930 € 600 – 1.480 €
300.000 1.130 € 740 – 1.810 €
1.000.000 1.420 € 920 – 2.270 €

Der Exponent von 0,185 ist die eigentliche Nachricht für Betreiber. Traffic zahlt sich aus, aber flach. Von 1.000 auf 100.000 Besucher wächst der Preis um das 2,4-fache, nicht um das Hundertfache. Ein Nischenblog mit 3.000 verlässlichen Lesern steht bei rund 480 Euro und damit bei etwa 40 Prozent dessen, was eine Domain mit dem Dreihundertfachen an Reichweite erzielt.

Nur die Hälfte aller Angebote liegt innerhalb von 40 Prozent um den Formelwert. Ein Viertel kostet weniger als das 0,65-fache, ein Viertel mehr als das 1,5-fache. Die Formel taugt deshalb nicht als Bewertung, sondern als Referenzlinie. Wer für 20.000 Besucher 1.900 Euro verlangt, verlangt das Dreifache dessen, was andere Verkäufer für dieselbe Reichweite aufrufen. Das ist möglich, aber es braucht ein Argument.

Kategorien verschieben den Preis um bis zu 60 Prozent

Die Restabweichung vom reinen Traffic-Preis, je Kategorie. Faktor 1,00 bedeutet: die Kategorie kostet exakt das, was ihr Traffic erwarten lässt.

Health1,57
Lifestyle1,43
Education1,41
Finances1,34
Business1,22
Sonstige1,19
Electronics1,07
Entertainment1,05
Sports & Fitness0,98
Travel0,91
News & Media0,81
Technology0,79
House & Living0,79

Ein Gesundheitsportal mit 30.000 Besuchern kostet rund 1.160 Euro, eine Nachrichtenseite mit denselben 30.000 Besuchern rund 600 Euro. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität der Seite, sondern in der Zahlungsbereitschaft der Käufer: In Health, Finance und Education stehen regulierte Anbieter mit hohen Kundenwerten hinter der Anfrage. In News und Technology ist das Angebot groß und der Kundenwert je Platzierung kleiner.

Wenn Ihr Blog thematisch zwischen zwei Kategorien steht, entscheidet die Zuordnung über mehrere hundert Euro je Beitrag. Ein Blog über Praxissoftware ist Technology (0,79) oder Health (1,57), je nachdem, welche Artikel im Vordergrund stehen. Diese Entscheidung treffen Sie über Ihre Content-Struktur, nicht im Verkaufsgespräch.

Was ist Ihr Blog wert? Wir prüfen Reichweite, Themenprofil und Linkumfeld Ihrer Seite und sagen Ihnen, in welcher Preisklasse Sie tatsächlich stehen. Kostenlos, in 48 Stunden. Blog anbieten

Was andere Erhebungen zeigen

Unsere Stichprobe ist klein und stammt aus einem einzigen Katalog. Zwei größere Auswertungen bestätigen das Muster und liefern die Einordnung dazu.

BuzzStream hat 257.267 gelistete Domains mit vollständigen Kennzahlen ausgewertet. Der Durchschnittspreis über Vermittler liegt bei 461 US-Dollar, im Direktkontakt mit dem Betreiber bei 295 US-Dollar. Der Aufschlag der Vermittlung beträgt also rund 56 Prozent. Bemerkenswerter ist eine andere Zahl derselben Erhebung: 39,6 Prozent der gelisteten Domains haben keinen organischen Traffic, und nur 1,37 Prozent fallen in die beiden obersten Qualitätsstufen.

Adsy hat 52.671 Websites analysiert und kommt auf 459 US-Dollar je Gastbeitrag, mit einem Anstieg von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aus derselben Auswertung stammt die für Verkäufer wichtigste Zahl: Der durchschnittliche Angebotspreis liegt bei 929 US-Dollar, tatsächlich gezahlt werden im Mittel 207 US-Dollar. Zwischen Listenpreis und Abschluss liegt der Faktor vier.

0,7 %der Preisvarianz erklärt das Domain Rating in unserer Stichprobe
39,6 %der weltweit gelisteten Publisher-Domains haben keinen organischen Traffic
56 %Aufschlag der Vermittler gegenüber dem Direktverkauf
4xzwischen durchschnittlichem Angebotspreis und tatsächlich gezahltem Preis

Für Betreiber folgen daraus drei Dinge. Erstens: Wer echten Traffic hat, konkurriert mit einem Markt, der zu 40 Prozent aus Domains ohne Publikum besteht, und muss das sichtbar machen. Zweitens: Der Listenpreis ist eine Verhandlungsposition, kein Erlös. Drittens: Die Marge der Vermittler ist der Preis für Reichweite in den Einkaufsabteilungen. Wer direkt verkauft, behält sie, muss die Nachfrage aber selbst erzeugen.

Was Sie realistisch verlangen können

Der Rechner oben liefert die Referenzlinie. Vier Faktoren verschieben sie nach oben, und alle vier lassen sich belegen.

Nachweisbarer Traffic. Ahrefs schätzt aus Rankings, Ihre Analytics kennt die Wahrheit. Beide weichen regelmäßig um den Faktor zwei bis fünf ab, in beide Richtungen. Liegt Ihre echte Zahl über der Schätzung, ist ein Screenshot aus der Search Console das stärkste Preisargument, das Sie haben.

Thematische Passung. Ein Beitrag über Buchhaltungssoftware auf einem Blog für Steuerberater ist für den Käufer mehr wert als derselbe Beitrag auf einem allgemeinen Wirtschaftsportal mit doppeltem Traffic. Diese Passung ist der einzige Hebel, mit dem kleine Seiten über der Formel verkaufen.

Redaktionelle Standards. Wer Beiträge ablehnt, kann für die angenommenen mehr verlangen. Eine öffentlich einsehbare Autorenrichtlinie, ein Lektorat und eine Obergrenze für Platzierungen pro Monat sind Preisargumente, keine Hürden.

Bestand statt Miete. Ein Beitrag, der dauerhaft steht, kostet mehr als einer mit zwölf Monaten Laufzeit. Wenn Sie befristet vermieten, sagen Sie es vorher und rechnen Sie es ein.

Nach unten wirkt vor allem eines: ein Blog, auf dem sichtbar jeder Beitrag gekauft ist. Sobald die Gastbeiträge die eigenen Inhalte zahlenmäßig überholen, sinkt die Zahlungsbereitschaft, weil der Käufer das Umfeld mitkauft. Ein tragfähiges Verhältnis liegt bei höchstens einem gekauften auf drei eigene Beiträge. Wie ein Blog aussieht, der diese Substanz trägt, beschreibt unser Leitfaden zum Corporate Blog.

Jura kostet nichts, weil es kein Jura ist

Die Kategorie Legal umfasst in diesem Katalog vierzehn Domains. Elf davon sind Generatoren für Rechtstexte: Muster für Datenschutzerklärungen, Impressumsgeneratoren, Vorlagen für Widerrufsbelehrungen, in deutscher und niederländischer Sprache. Domain Rating zwischen 71 und 83. Monatlicher Traffic zwischen null und 349. Preis: bei allen elf zwischen 210 und 230 Euro.

Generator-Seiten sammeln Links aus jeder Website, die den erzeugten Text mitsamt Herkunftsverweis einbindet. Das treibt das Domain Rating und erzeugt kein Publikum. Der Markt hat diese Domains korrekt bewertet, nämlich nach ihrem Traffic und nicht nach ihrer Kennzahl.

Die drei echten Jura-Inventare im Katalog stehen bei 492, 414 und 754 Euro. Das ist der Beleg dafür, dass die Formel funktioniert, und zugleich die Warnung an jeden Betreiber, der sein Domain Rating als Preisargument einsetzen möchte.

Was die Zahlen nicht abbilden

Der Traffic in der Tabelle ist eine Ahrefs-Schätzung aus Keyword-Rankings, nicht die Analytics-Zahl des Betreibers. Für die Preisbildung spielt das keine Rolle, weil Verkäufer und Käufer denselben Schätzwert vor sich haben. Für Ihre Verhandlung spielt es eine große Rolle, siehe oben.

Preise bündeln sich außerdem dort, wo ein Vermarkter mehrere Domains führt. Dreizehn niederländische Finanzportale im Katalog stehen sämtlich bei 1.235 Euro, darunter eines mit 674.000 monatlichen Besuchern und eines mit 9.600. Wer die Kategorie Finances mit Faktor 1,34 bewertet, bewertet zu einem großen Teil die Listenpreis-Entscheidung dieses einen Vermarkters. Die Kategoriefaktoren mit kleinen Stichproben, Education mit vier und House & Living mit fünf Domains, sind entsprechend unsicher.

Und die Stichprobe bildet Listenpreise ab, keine Abschlüsse. Die oben zitierte Lücke zwischen 929 und 207 US-Dollar gilt auch hier.

Kennzeichnung ist keine Verhandlungssache

Ein gekaufter Link bleibt ein gekaufter Link. Google behandelt Kauf und Verkauf von Links ausdrücklich als zulässige wirtschaftliche Tätigkeit, solange der Link mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" ausgezeichnet ist. Ohne diese Auszeichnung verstößt er gegen die Spam-Richtlinien, und zwar auf beiden Seiten. Die Sanktion trifft nicht nur den Käufer.

Auf redaktionellen Angeboten kommt die Kennzeichnungspflicht für bezahlte Inhalte nach § 5a Abs. 4 UWG und den Landespressegesetzen hinzu. Keine der 1.000 Katalogzeilen enthält eine Angabe dazu, wie die jeweilige Seite das handhabt. Wer als Betreiber sauber kennzeichnet, verliert einen Teil der Nachfrage und behält den Rest seines Geschäfts.

Die zweite Regel betrifft das Umfeld. Googles Richtlinie zum Site Reputation Abuse zielt auf Inhalte, die auf einer Domain nur deshalb stehen, weil die Domain rankt, und nicht, weil sie redaktionisch dorthin gehören. Ein Gastbeitrag, der zum Blog passt, ist davon nicht betroffen. Eine Rubrik mit fachfremden Beiträgen ist es. Der Unterschied ist inhaltlich, nicht technisch.

Wer statt Linkverkauf lieber die Nachfrage nach der eigenen Seite aufbaut, findet die Alternativen unter Partner-Marketing und digitale PR. Beide erzeugen dieselben Verweise ohne Rechnung und ohne Kennzeichnungspflicht, dafür mit deutlich mehr Aufwand. Welche Kanäle sich für die eigene Reichweite eignen, ordnet die Übersicht zum Online-Publizieren ein.

Blog anbieten

Wir suchen Blogs mit echtem Publikum für redaktionelle Gastbeiträge. Beschreiben Sie kurz Ihre Seite: Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden mit einer Einschätzung, in welcher Preisklasse Sie stehen und ob wir selbst bei Ihnen publizieren oder Sie an Kunden weitergeben.

  • 48 Stunden bis zur Rückmeldung, mit konkreter Preiseinschätzung
  • Kein Exklusivvertrag. Sie verkaufen weiterhin, an wen Sie möchten
  • Kennzeichnung inklusive. Wir liefern Beiträge mit rel="sponsored" und Kennzeichnung, wenn Sie das wünschen

Kein Verkaufsgespräch, keine Verpflichtung, keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte ohne Ihre Zustimmung.